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Die Witzschdorfer Blasmusikanten
der FFW Witzschdorf
Blasmusik für jeden Anlass!

USA
NewYork

Unsere Reise
nach
New York

zur 51. Steubenparade entlang der 5th Avenue

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Nicht im Traum hätten wir daran gedacht, dass je ein gößeres Ereignis Wahrheit werden könnte, als die Feier zu unserem 100-jährigen Bestehen im September 2007 in Witzschdorf.
Doch wie heißt es so schön: Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.

Als Musikfreund Klaus Weigelt im vergangenen Jahr das Blasorchester Hohenstein-Ernsthal in New York unterstützte, erhielt er von uns den Auftrag, eine DVD, die wir zu unserem 100-jährigen Geburtstag produzieren ließen, mit auf die Reise zu nehmen. Diese DVD muss wohl bei den Gastgebern in New Jersey Anklang gefunden haben. Im Februar 2008 erhielten wir dann tatsächlich die offizielle Einladung zu diesem bekannten Kulturspektakel. Es war kaum zu glauben, was da geschrieben stand. Wir, die Witzschdorfer Blasmusikanten, sollten in die Vereinigten Staaten reisen.

Nach dem wir uns gefasst und die Einladung angenommen hatten, begann parallel zu den wöchentlichen Musikproben eine straffe Zeit der Organisationsarbeit. Die Bitte unseres Vorstandes an die Gemeinde Gornau um Unterstützung stieß, Gott sei Dank, nicht auf taube Ohren. Jegliche Hilfe wurde uns zu Teil und es gelang uns in der Kürze der verbleibenden Zeit sogar, einen Kleiderausstatter zu finden, der unsere Kapelle mit neuer Hose, Weste und Jacke ausstatten konnte, denn die Aussage der Bürgermeisterin, Frau Vogler, lautete: “...mit eurer bereits langjährig getragenen und teilweise verschlissenen Kleidung fliegt ihr mir nicht über den großen Teich.

Die Zeit rückte unweigerlich näher und es galt Angebote für den Flug, Notenmaterial, persönliche Unterlagen, Präsentationsmittel etc. zu recherchieren und aufzubereiten. Letztlich hat alles geklappt, so dass wir am 09.09.08 in neuer Kleidung, mit einem repräsentativen Banner mit der Aufschrift der Kapelle und zwei Fahnen, mit dem Wappen der Gemeinde Gornau und dem Sachsenwappen, vom Gemeinderat verabschiedet wurden.

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Am 18.09.08 war es dann so weit und wir fuhren 4:00 Uhr morgens mit dem Reisedienst Arnold aus Weißbach in Richtung Berlin Tegel. Dort angekommen checkten wir uns mit unserem Gepäck in den Direktflug nach New York Kennedy Airport ein.

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Die Freude und die Euphorie stand jedem von uns und unseren mitreisenden Ehefrauen bzw. -männer ins Gesicht geschrieben. Der Flug und die Ankunft in New York verliefen problemlos. Wir wurden vom Ehrenpräsidenten des Germania Club, Herrn Arnold Lange, vom Airport abgeholt und mit einem Bus zum Germania Park nahe Dover/New Jersey gebracht.

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Ein herzlicher Empfang von den Gastfamilien bei Kartoffelsalat, belegten Broten und deutschem Bier wurde uns zu Teil. Die Fahrt zu den Quartiereltern, Reiseberichte und die Überreichung von Gastgeschenken beendeten den ersten Tag in Amerika.

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Der zentrale Ausgangspunkt für alle Aktivitäten war immer der Germania Park in Dover/New Jersey. Der Freitag stand bis 16:00 Uhr zur freien Verfügung mit den Gasteltern. Die Musiker unternahmen Ausflüge in die nähere Umgebung oder nutzten die Zeit für einen Einkaufsbummel in den einschlägigen Shopping-Malls. Danach galt es, eine kurze Probe abzuhalten, denn die drei Schlagzeuger erhielten ihre Ausrüstung erst vor Ort.

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Am Samstagvormittag waren alle gut gelaunt, in “Neuem Zwirn” und sonstigem Zubehör zum Germania Club gebracht worden. Pünktlich 9:30 Uhr startete unser Bus Richtung New York zur Steubenparade. Aufstellung nahmen wir in der 62. Straße, einer Querstraße zur eigentlichen 5th Avenue. Gegen 13:00 Uhr erfolgte unsere Einreihung in den Marschzug der 51. Steubenparade. Voran unsere Ehefrauen mit Fahnen und Banner, danach die Witzschdorfer Blasmusikanten mit verschiedenen deutschen Märschen, u.a. “Glück auf, der Steiger kommt”. Bei herrlichem Sonnenschein waren die Straßenränder gesäumt von Menschenmassen. Beeindruckend waren die Jubelrufe und die Ankündigung der Musikkapelle im amerikanischen Slang.

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Wieder in Germania Park eingetroffen galt es musikalisch das auf dem Geä¤nde stattfindende Oktoberfest auszugestalten. Schätzungsweise 2000 Amerikaner lauschten unserer Blasmusik und feierten mit uns bis gegen 23:30 Uhr dieses Fest. Gleiches ereilte uns am Sonntag von 13:00 Uhr bis 20:30 Uhr. Wir haben unser gesamtes Repertoire darbieten können und bekamen viel Applaus von einem ständig tanzenden jungen und älteren Publikum. Immer wieder wurden wir in unseren kurzen Pausen von Gästen angesprochen, befragt woher wir kommen und wie es uns in Amerika gefällt.

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Der Dienstag führte uns von unserem Ausgangspunkt in Richtung Ostkanada zu den Niagarafällen. Bei Zwischenstopps erkundeten wir alte indianische Wege in einer Schlucht namens Watkins Glen in Pensilvania. An der kanadischen Grenze erfolgte die Einreise nach Ontario und der Bezug unseres Quratiers für eine Nacht in einem Hotel. Nachdem alle Dinge verstaut waren, erblickten wir am Abend die Niagarafälle, welche mit riesigen Scheinwerfern in allen Regenbogenfarben angestrahlt wurden. Un-vergessliche Bilder wurden auf Fotoapparate und Videokameras gebannt. Am nächsten Tag ging es entlang der Promenade gegenüber den Fällen. Fasziniert von den gewaltigen Wassermassen machten wir uns auf die Rückfahrt. Dabei streiften wir die “Wilden Wasser”, ein Wasserkraftwerk und die Blumenuhr auf kanadischer Seite. Beim abendlichen Empfang im Germania Park hatten wir unseren Gastfamilien viel zu berichten.

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Nach der “Pflicht” folgte dann die “Kür”. Die Mitglieder des deutschen Clubs hatten einige Highlights für uns vorbereitet und organisiert. So starteten wir am Montag früh zu einer Stadtrundfahrt durch New York, welche mit einem Besuch des Empire State Buildings begann. Ein gigantischer und überwältigender Anblick vom East-River bis zum Hudson-River über die Dächer von Manhattan fesselte bei strahlend blauem Himmel unsere Blicke. Mit dem Bus durch die Straßen von New York in Begleitung von Arnold Lange, vorbei an touristischen Punkten wie China-Town, Little Italy, Ground Ziro, dem Rockefeller Center fuhren wir zum Hafen von New York zu einer abendlichen Schiffsrundfahrt. Es war schon ein Erlebnis der ganz besonderen Art, die Skyline von Manhattan, die Freiheitsstatue und auch die Insel der Tränen nach Sonnenuntergang zu betrachten.

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Der Donnerstag war gekennzeichet von einem Ausflug nach Atlantic City, südlich von New York direkt am Ozean. Es erwarteten uns riesige Gebäude, in denen prunkvoll eingerichtete Spielcasinos florierten. Unglaublich und unvorstellbar, in welchen Dimensionen dort gezockt wurde. Ein frei zur Verfügung stehender Nachmittag gab uns die Möglichkeit, den günstigen Dollarkurs zum shoppen zu nutzen.

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Angekommen im Germania Park, galt es sich rasch umzuziehen, denn die Gast-familien und der gesamte Vorstand erwarteten uns zum Abschlußabend. In “Kapellentracht” platzierten wir uns an den bereits gedeckten Tischen im Clubhaus. Ein Musikduo spielte mit deutschen Musiktiteln auf, während wir uns mit “Hausmannskost”  nach deutscher Küche stärkten.

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Der Präsident des Germania Clubs, Herr Anton Probst, hielt mit herzlichen Worten die Ansprache. Es wurden Erinnerungsgeschenke überreicht und jeder Teilnehmer der Musikgruppe erhielt eine US-Flagge. Dieter Ehinger, musikalischer Leiter der Witzschdorfer Blasmusikanten, dankte in seiner Rede im Namen der Musikgruppe dem Vorstand des Clubs.

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Dieser Abend erstrahlte in Harmonie zwischen den Gästen, im Besonderen von Stolz und Freude im Antlitz der Musiker und deren Begleiterinnen und Begleiter. Die überaus herzliche Atmos-phäre und Gastfreundschaft, die uns allen entgegen gebracht worden war und die beeindruckenden Erlebnisse in diesen wenigen Tagen ließen bei dem Gedanken, Abschied nehmen zu müssen, aber auch etwas Wehmut aufkommen.

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Der Dank ging auch an die Gastfamilien, die uns in dieser Zeit einen Einblick in ihre Privatsphäre erlaubten und für alles, was uns während unseres Aufenthaltes zu Teil geworden war. Ein gerahmtes Bild von der Gemeinde Gornau und dankende Worte für die umfassende Unterstützung in der Heimat für dieses Event wurden an den Präsidenten überreicht bzw. übermittelt.

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Am Abschiedsfreitag trafen wir uns gegen 13:00 Uhr im Club. Gemeinsam mit dem Vorstand und den Gastfamilien, die im Übrigen alle deutsch sprachen, fand eine erlebnisreiche und mit Worten kaum zu beschreibende Zeit ihr Ende. In Herzlichkeit und mit den besten Wünschen für uns alle, stiegen wir in den Bus und fuhren zum Flughafen.

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Der Rückflug und die Rückfahrt verliefen ebenfalls ohne Probleme. Einzig forderten die 8 Stunden Flug und die Zeitverschiebung von 6 Stunden ihren Tribut. Einige Musiker und Begleiter fielen im Bus der Müdigkeit zum Opfer. Dennoch kehrten wir gesund, vollzählig und mit wahnsinnig vielen Endrücken am Samstag, dem 27. September 2008 in unsere Heimat zurück.

Wir sind uns sicher, dass wir bei unseren Gastgebern eine gute Visitenkarte als Blasmusikanten, aber auch für unsere erzgebirgische Heimat abgegeben haben. Erste Besuche von Gasteltern im Erzgebirge sind bereits angekündigt. Mit dem Aufwind dieser tollen Erlebnisse werden wir alle Anstrengungen unternehmen, kommende Aufgaben erfolgreich zu meistern. Diese Reise hat uns als Musiker noch fester zusammengeschweißt, motiviert und beflügelt. Wir hoffen, es gelingt uns auf dieser Basis Nachwuchs zu gewinnen, denn es ist nicht ausgeschlossen, dass wir erneut ein solch großes Event wieder in Angriff nehmen können. Die Kontakte dafür sind geknüpft.

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Nachdem die Mehrzahl der Eindrücke und Erlebnisse verarbeitet wurden, ist es uns nicht zuletzt sehr wichtig, ein großes Dankeschön an die Gemeinde Gornau, allen voran der Bürgermeisterin Frau Vogler
auszusprechen sowie auch unseren Ehepartnern, die uns in jeder Form unterstützten und uns immer hilfreich zur Seite standen.

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